EIGENE INSZENIERUNGEN
Theater ist für mich die unmittelbarste Kunst. Geschaffen für den Augenblick. Ein Theaterabend glückt, wenn der Zuschauer und der Schauspieler diesen Augenblick von ganzem Herzen zusammen erschaffen. Theater lebt, wenn der Zuschauer mit Freude aufs bloße Konsumieren verzichtet. Darum strebe ich neben der Wiederholbarkeit, die Einmaligkeit an, das Unwiederholbare.
Also die Quadratur des Kreises.
Malala / Flo Staffelmayr
 
Westfälisches Landestheater / Castrop-Rauxel - Premiere: 04.11.2016
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
AUSSTATTUNG + KOSTÜME: Carola v. Seckendorff
DRAMATURGIE: Sabrina Ullrich
THEATERPÄDAGOGIK + ABENDSPIELLEITUNG: Melanie Kraft
 
MALALA: Sabrina Sauer
 
 
Wer hätte gedacht, dass das große Theaterglück in einer kleinen Castrop-Rauxeler Grundschule gefunden werden kann. Unsere Premiere war wundervoll, Sabrina Sauer als Malala wurde liebevoll in den Klassenverbund integriert und hat alle Kinder, zu einem guten Drittel muslimischen Glaubens, mit auf ihre Reise nach Pakistan genommen. Unter diesen Kindern war zu spüren, dass ein Zusammenleben und Lernen innerhalb unterschiedlicher Glaubensrichtungen möglich ist. Die Kinder hatten Freude wie Bolle und auch als es dann um die Taliban und den Anschlag auf Malala ging und wir den Kindern die Drastik der Realität nicht erspart haben, waren sie dabei und auch gleich wieder aufgefangen. Zum Applaus standen alle laut klatschend auf. Woher kennen Kinder, die größtenteils noch nie im Theater waren, eigentlich „standing ovations“ ?
Sie wissen nun wer Malala ist, das wissen nicht mal einige Erwachsene. Sie wissen nun, dass es ein großes Glück ist, in die Schule gehen zu dürfen und sie wissen nun, dass das Unglück damit beginnen kann, dass Männer Angst vor Bildung und klugen Mädchen haben.
Und dann wollten 44 Kinder gleichzeitig Sabrina-Malala umarmen! Da schlich sich bei mir die Hoffnung ein, dass nicht nur Lehrer, Stift und Buch die Welt verändern können, sondern auch, neben den Kindern, die es definitiv müssen, das Theater. Darum liebe ich diesen Beruf! Und Kindern kann auf diese Weise ganz "un-kindertheaterhaft" unsere Lebenswirklichkeit nahegebracht werden. Auch so entsteht Bildung und Verständnis größerer Zusammenhänge und nur die sind ein Schutzschild vor all der blinden, dummen zerstörerischen Idiotie, der wir heute so gnadenlos ausgesetzt sind. Diese Kinder sind unsere Zukunft! Ich bin zutiefst dankbar für diese Arbeit.
 
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Der Junge mit dem längsten Schatten / Finegan Kruckemeyer
 
Westfälisches Landestheater / Castrop-Rauxel - Premiere: 04.03.2016
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
AUSSTATTUNG + KOSTÜME: Carola v. Seckendorff
DRAMATURGIE: Sabrina Ullrich
THEATERPÄDAGOGIK + ABENDSPIELLEITUNG: Dr. Ipek Abali
 
ATTICUS: Philip Butz (Julius Schleheck)
ADAM: Maximilian von Ulardt (Banar Fadil)
 
 
Atticus wird gemobbt. Und das, obwohl sein Bruder einer der coolsten Jungs der ganzen Schule ist. Adam ist zwar nur zwei Minuten älter, aber die Zwillinge könnten unterschiedlicher kaum sein. Adam, eine Minute vor der Jahrtausendwende geboren, kann skaten, baut Sternzerstörer aus Lego und ist beliebt. Atticus, eine Minute nach der Jahrtausendwende geboren, hat eine Vorliebe für historische Mauern, interessiert sich für Kochrezepte und ist beliebt bei den Lehrern.
An seinem zwölften Geburtstag beschließt Atticus, dass Schluss sein muss mit den Schikanen, dass er genauso lässig wird wie sein großer Bruder. Dafür entwickelt er einen ausgefuchsten Plan: Er verwandelt sich in eine billige Kopie von Adam, imitiert mehr schlecht als recht einen Superstar und mimt selbst einen Mobber. Seine Versuche münden in kleineren Katastrophen, was für alle anderen sehr amüsant ist, aber die Geschwister in eine tiefe Krise stürzt. Schließlich erkennt Atticus – nicht ganz ohne Hilfe seines großen Bruders –, dass er sich selbst lieben muss, bevor seine Umgebung ihn respektieren kann.
Finegan Kruckemeyer wurde 1981 als Sohn eines Deutschen in Irland geboren. Er ist in Australien aufgewachsen und lebt derzeit in Tasmanien. Er hat bereits über 40 Stücke geschrieben, die international aufgeführt wurden. Er war u. a. zu World Interplay 2005, zum Assistej Weltkongress 2008 und zuletzt zum Assistej Weltkongress 2011 in Kopenhagen eingeladen. Eines seiner Kinderstücke „Das tragödische Leben des Käsejungen« wurde 2008 uraufgeführt, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und war u.a. in England, Spanien, Kanada und den USA zu sehen. Der Junge mit dem längsten Schatten steht auf der Auswahlliste für den Deutschen Kindertheaterpreis 2014.
 
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MUTTERHABENSEIN und denk. sie lebt und siehet dich / Carola v. Seckendorff
 
FreiFrau / Münster - Premiere: 30.05.2015
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
DRAMATURGIE: Joachim Henn
SOUND: Ralf Haarmann
CHOREOGRAPHIE: Tom Bünger
REGIEASSISTENT: Jens Krause
REGIEHOSPITANZ: Imke Allerbeck
 
MITWIRKENDE: Cornelia Kupferschmid
  Carolin Wirth
  Johanna Kollet
  Christiane Hagedorn
  Claudia Frost
 
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PRESSE

5 freischaffende Münsteraner Schauspielerinnen, 5 Mütter haben sich mit mir zusammengetan um dieses Projekt zu erarbeiten. Wir haben unsere Mütter, unsere Kinder und uns selbst befragt und somit viele Stunden Material gesammelt um daraus ein Extrakt zu gewinnen.

Mit diesem Rechercheprojekt setzen wir theatral, körperlich, akustisch und musikalisch um, wie Frauenleben durch die Generationen in der weiblichen Linie geprägt und beeinflusst werden, welche Einflüsse Erziehung hat, wie wir erziehen, ob wir heute noch Kriegseinflüsse spüren und weitergeben und welche Rolle unser Beruf dabei spielt und wie Frauen fern jeder Prägung und Erziehung ihren ureigenen Platz in dieser Welt finden. Zur Hand sind uns verschiedene Tonabspielgeräte, die stellvertretend für die Jahrzehnte, die uns geprägt haben stehen und deren aufgezeichnete O-Töne unserer Mütter und Kinder ebenfalls Dialogpartner und Hintergrund des Abends bilden.

Da wir uns mit unserer Arbeit nicht auf die Bühne stellen und uns "ausstellen" und "erhöhen", sondern uns mitten unter die Menschen in einem Lokal mischen, begegnen wir unserem Publikum auf Augenhöhe, beziehen es ein, nehmen es mit, konfrontieren es. Die Zuschauer sind somit nicht bloße Konsumenten einer Kulturveranstaltung, sondern werden zum gleichwertigen, interagierenden, kommunizierenden Gegenüber.

Wir wollen mit diesem Rechercheprojekt nicht eindringen in "fremde" Thematiken oder "Experten des Alltags" befragen, sondern forschen in uns selbst nach den Bedingtheiten durch Zeitläufte, Familienstrukturen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Zwängen und Notwendigkeiten und wie man darin gefangen, doch Autonomie und Freiheit erringen kann. Und somit bringen wir unserem Publikum nicht fremde Themenkreise näher, sondern fordern auf zur Forscherin und Befreierin in eigener Sache zu werden.

 
4YourEyesOnly / Esther Rölz
 
Westfälisches Landestheater / Castrop-Rauxel - Premiere: 12.04.2015
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
AUSSTATTUNG: Jeremias Vondrlik
DRAMATURGIE: Sabrina Ullrich
 
SVEN: Maximilian von Ulardt
KIAN: Philip Butz
ANOUK: Viviane Vanessa Eggers
 

Ein Stück über Vertrauen, Rache und die Auswirkungen von Cybermobbing. Die Protagonisten, drei jugendliche “Digital Natives”, die von Technik umgeben aufgewachsen sind, verlieren sich in ihrer virtuellen Lebenswelt, die sie stetig umgibt: Anouk, das nette Mädchen von nebenan, auf das alle stehen, ihr Freund Kian, der coolste Typ der Schule und ihr Klassenkamerad Sven, der typische Computerfreak. Kian ist Mitläufer einer Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leuten wie Sven das Leben zur Hölle zu machen. Sven sucht per Geheimbriefchen und Chat Kontakt zu Anouk. Als die Mitschüler entdecken, dass sich der Außenseiter der Klasse an das angesagteste Mädel ranmacht, ist die Treibjagd auf beide Jugendliche eröffnet. Dabei begnügen sie sich nicht mit körperlichen Angriffen und Demütigungen, sondern stellen die Handyvideos davon ins Netz. Durch die Anonymität des Internets bleibt die Bedrohung ungreifbar, aber Computerwelt und »real life« vermischen sich zunehmend, bis es am Ende schließlich um die Existenz der beiden geht. Das Publikum erlebt live, was die Chats, Selfies und Likes des einen Darstellers beim anderen auslösen: Eindrucksvoll beschreibt das spannende Theaterstück die Folgen fehlender Medienkompetenz und appelliert an Jugendliche (ab 13 Jahren) und Erwachsene, digitale Verantwortung zu übernehmen.

 
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PRESSE: Rheinische Post
Sonntagsnachrichten
Ruhrnachrichten
 
Rammjäger UA/ Cornelia Naumann
 
Kammertheater DER KLEINE BÜHNENBODEN! - Premiere: 28.11.2014
 
 
REGIE/RAUM: Carola v. Seckendorff
RAMONA: Marie Schütte
 
Junge Menschen suchen immer öfter Anschluß an radikale Gruppierungen, weniger aus Glaubens- oder Überzeugungsgründen als vielmehr auf der Suche nach Orientierung, Halt, Sinn, Liebe und Anerkennung. Symptomatisch für eine zunehmend globalisierte, unübersichtliche Welt, in der Jugendliche aus überforderten Elternhäusern, ohne Glauben an eine Zukunft in der Arbeitswelt, Zuflucht in für sie wegweisenden Gruppierungen suchen..

Ramona ist 17, macht eine Lehre als Friseurin, war früher mal bei der Antifa und der Kolpingjugend. Aber Orientierung hat sie keine. Die bekommt sie erst, als ihr Bruder sie zum Gruppentreff mitnimmt. Das Motto: Deutsch denken, Deutsch fühlen, Deutsch handeln. Und der Anführer, Martin, drückt ihr die Hand. So ehrlich. Vor dem haben die anderen Respekt. Ein richtiger Kerl.

Ramona versinkt immer tiefer in der rechtsradikalen Szene – und ist am Ende auch bereit zur Gewalt. Doch es geht schief: Ramona muss in die Jugendstrafanstalt. Von dort erzählt sie ihre Geschichte im Rückblick – überzeugter denn je.

Rammjäger: Deutsche Jagdflieger sollten 1945 per Rammstoß ihre Gegner vom Himmel holen und sich dann per Fallschirm retten.
Die Rammjäger kamen noch zum Einsatz - und kurz darauf „Selbstopfer"-Piloten.
 
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PRESSE
TRANS*eine Identitätserweiterung / Rechercheprojekt von Carola v. Seckendorff
 
Theater Münster - Premiere: 25.05.2014
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
AUSSTATTUNG: Ensemble und Kerstin Bayer
VIDEO: Jens Krause
DRAMATURGIE: Kathrin Mädler
 
MITWIRKENDE: Regine Andratschke
  Christoph Rinke
  Cornelius Edlefsen (Carola v. Seckendorff)
  Carola
  Renate
  Dagmar
  Felix
  Angelika
  Viola
  Stefanie
 
Bevor überhaupt die Idee zu diesem Projekt entstanden ist, fielen mir bei dem Wort “trans” Travestieshows ein, Mary und Gordy, Olivia Jones, Georgette Dee und Tim Fischer. Ich wußte wohl, dass es Transsexuelle gibt, Menschen, die sich “umoperieren” lassen, wußte dass es Wäschefetischisten wohl geben mag und ab und an fiel mir in der ein oder anderen Stadt eine still dasitzende, erst auf den zweiten Blick männliche Person auf, in konventioneller, unauffälliger Frauenkleidung, einen Kaffee oder Wein trinkend und genießend. Dass Frauen “männlich” gekleidet im Straßenbild auftauchten, fiel mir nicht weiter auf oder fiel in meinem Bewußtsein nicht unter den Begriff “trans”.

Was ist das überhaupt: Frausein. Mannsein. Identität? Kommen wir damit auf die Welt? Machen unsere Eltern uns zu dem, was wir sind? Die Gesellschaft? Die Evolution?
Und wie findet man zu sich, wenn alle anderen um einen herum behaupten, man wäre jemand anders?

In unserem Projekt geht es also weniger um “bunte Vögel” als um die Frage, wie es möglich sein kann, ein erfülltes Leben zu führen mit Liebe und Arbeit, Familie und Freundschaften, wenn man/frau von außen anders wahrgenommen wird oder man anders sein soll und muß, als man/frau es im tiefsten Inneren ist. Es geht nicht um Koketterie mit Geschlechtsidentitäten sondern um den existentiellen Wunsch nach Authentizität und Toleranz.

 
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PRESSE: Muenstersche Zeitung
Westfaelische Nachrichten
andersundgleich
WDR5
„We are all works in progress.“
 
FEGEFEUER IN INGOLSTADT / Marieluise Fleißer
 
Westfälisches Landestheater / Castrop-Rauxel - Premiere: 29.04.2012
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
AUSSTATTUNG: Jeremias Vondrlik
VIDEO: Jens Krause
DRAMATURGIE: Sabrina Ullrich
 
ROELLE: Steffen Weixler
OLGA: Julia Panzilius
BEROTTER: Andreas Kunz
CHRISTIAN/CRUSIUS 1: Daniel Printz
PEPS/CRUSIUS 2: Alexander Leder
HERMINE/CRUSIUS 3: Caroline Knebel
CLEMENTINE/CRUSIUS 4: Denise Elsen
MUTTER: Carola von Seckendorff
 
Elfriede Jelinek schreibt über die Fleißer:
»...es lebt alles, weil die Dichter alles zum Leben erwecken können, und diese Dichterin ganz besonders, sie belebt es, um es wieder umbringen zu können, und dann merkt sie, daß alle schon tot sind, nein, es lebt nichts mehr, und es lebt gleichzeitig viel mehr, aber nur geschrieben, doch von einer solchen physischen Beharrlichkeit, als ob jeder Satz, von seiner Schöpferin in den Boden hineingeprügelt, dort mit seinem verstümmelten Rest noch einen soliden Stolperstein ergeben würde.«

Dieser Abend ist mein persönliches Highlight der Spielzeit 11/12. Das habe ich nicht zuletzt einem großartigen Team und Ensemble zu verdanken, dass sich in diese Arbeit gestürzt hat, als ginge es um das Leben jedes Einzelnen. Dafür möchte ich allen Beteiligten an dieser Stelle danken. Ich freue mich auch sehr, dass Klaus Gültig, der Neffe Marieluise Fleißers zu unserer Premiere aus München angereist ist und überaus angetan war. Ich bin sehr glücklich, dass es uns gelungen ist nach dem Überwinden der nicht unerheblichen religös-kryptischen Oberfläche des Stückes zu dem Kern des Werkes vorzudringen und nun ist es ein Schauspiel, das erahnen lässt, was passiert, wenn wir zusehen, wie Jugendlichen die Hoffnungen wegsterben. Ein szenisches Mosaik rund um eine kleinbürgerliche Enge, die durch Selbstgerechtigkeit und Habgier geprägt ist, in der Sehnsucht nach Anerkennung und das Bedürfnis nach Individualität von vornherein zum Scheitern verurteilt sind.

 
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PRESSE: theater:pur
Sonntagsnachrichten
WAZ
Zeus
 
EINE STUNDE IM PARADIES
 
Theater Fetter Fisch / Münster - Premiere: 27.03.2011
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
AUSSTATTUNG: Tina Toeberg
DRAMATURGIE: Anna Schimcke
 
EVA: Cornelia Kupferschmid
ADAM: Jan Sturmius Becker
 

Zwei geschäftige Leute stranden geschäftlich beschäftigt im Paradies. Verknallt vorbei am siebten Himmel, durch das Tal der tausend Träume, scharf am Abgrund in die Kurve und geschmeidig hinein in den Garten Eden. Ohne Bus, ohne Bahn und ohne Flieger. Lustvoll, wie das Leben so spielt. Romantisch, wie die Liebe so spielt.
Eine feinfühlige Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen und dem Geheimnis der Liebe, basierend auf Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern. Ab 8 Jahren.

 
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PRESSE

© videovita filmportraits

VON MAUS UND MOND oder Wer ist der Größte?  / Paul Maar
 
Kindertheater Tritrop / Münster - Premiere: 13.11.2009
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
KOSTÜM: Tina Toeberg
BÜHNE: Matthias Dietrich
 
ALLE ROLLEN: Ulrike Rehbein
 

Wir erleben eine Reise in die Arktis zu den beiden Inuit-Jungen Enuki und Jonah, deren Lieblingsbeschäftigung darin besteht, sich darüber zu streiten wer von ihnen wohl der Größere und Stärkere sei. Glücklicherweise steht ihnen die alte und weise Leah zur Seite. Sie erzählt den Jungen zwei überlieferte Inuit-Geschichten:
Die Geschichte vom eingebildeten Mond und dem Hasen, dem es nicht gut bekam sich für den Größten zu halten.
Und die Geschichte vom Mäusekönig, der eine weite Reise macht über die Wolke zur Sonne und zum Wind, weil er seine Mäusetochter nur mit dem Stärksten der Welt verheiraten will.
Paul Maar recherchierte in den alten Legenden der Inuit und wir erfahren, dass auch in einer vermeintlich ganz und gar fremden Kultur Freundschaft und Liebe wichtiger sind, als Größe und Stärke.

 
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PRESSE

UNTER EIS / Falk Richter
 
Bearbeitet von Carola v. Seckendorff und Justus Wenke.
Städtischen Bühnen Münster - Premiere: 13.03.2009
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
KOSTÜM: Jacqueline Schienbein
RAUMKONZEPT: Carola v. Seckendorff
SOUNDDESIGN: Kai Niggemann
DRAMATURGIE: Justus Wenke
 
PAUL NIEMAND: Marek Sarnowski
KARL SONNENSCHEIN: Bernhard Glose
AURELIUS GLASENAPP: Tim Mackenbrock
JUNGE: Willi Kaimann / Aurelius Thoz
 

»Kalt, es fing an zu schneien, plötzlich ging ein Fenster auf, ich hörte Schreie, plötzlich fliegt eine Katze aus dem Fenster, der Mann hat die Katze am Schwanz gepackt und schleudert sie im hohen Bogen auf den Kanal, die Katze streckt alle Viere von sich, Angst in ihrem Gesicht, versucht, sich abzufangen, aber findet keinen Halt, keinen Halt im freien Fall, es ist so kalt draußen...«

Er steht still. Er friert. Er ist für einen Moment nicht effizient.

Paul Niemand, ein Berater, Mitte 40, wird aufgerufen, immer wieder, das Gate schließt, boarding completed. Er hört seinen Namen, er erstarrt, er stürzt durch die Erinnerungen an seine Kindheit, seine Siege und seine Niederlagen, durch nur noch vage Erinnerungen an seine Frauen. Der Angstschub endet nicht. In seinem Leben ist einfach nichts Schönes mehr. Das alltägliche und glatte Business fühlt sich plötzlich an wie die logische Fortsetzung seiner trostlosen Kindheit.

„Unter Eis“ zeigt die Philosophie und das Agieren von Wirtschaftsberatern. Consulting-Firmen sind heute allgegenwärtig in der Geschäftspolitik großer Konzerne, aber auch in öffentlichen Einrichtungen und Kulturinstitutionen. Falk Richters Macher sind zugleich Vollstrecker und Opfer ihrer ökonomischen Lehre...

 
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PRESSE TRAILER

LADY DAY AT EMERSON'S BAR & GRILL / Lanie Robertson
 
In einer Übersetzung von Tankred Schleinschock. Bearbeitet von Carola v. Seckendorff.
Städtischen Bühnen Münster - Premiere: 20.20.2008
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
MUSIKALISCHE LEITUNG: Robert Kretzschmar
BÜHNENBILD & KOSTÜM: Tina Toeberg
DRAMATURGIE: Ralph Blase
 
BILLIE HOLIDAY: Christiane Hagedorn
ELEONORA: Anina Schibli
ROB: Robert Kretzschmar
AL: Alex Morsey
CHRIS: Christian Hammer
STERBENDE BILLIE: Iris Ströcker
 

Billie Holiday ist eine der markantesten Sängerinnen des Jazz. Eine Beschreibung ihrer Stimme führt zu Gegensätzen. Sie klang gleichzeitig stark und zerbrechlich sowie distanziert und leidenschaftlich warm. Sie gab vielen Jazzstandards einen unverwechselbaren Sound, so dass sie diesen Liedern ihren ganz eigenen Stempel aufdrückte und die Songs in
„Billie-Holiday-Songs“ verwandelte..

„Everything I do sing is a part of my life“, sagte Billie Holiday über Ihre Musik. Keineswegs war sie ein Star, den das Leben auf Händen trug. Nach einer schweren Kindheit am unteren Rand der Gesellschaft arbeitete sie teilweise als Prostituierte. Ohnehin gerieten die schwarzen Musikerinnen und Musiker dieser Zeit ständig in die Mühlen der Rassentrennung in den USA. So erlebte auch Billie Holiday viel Diskriminierung am eigenen Leib und war andererseits eine der ersten Künstlerinnen, die in gemischten Ensembles auftrat. Ihr spannungsreiches Leben, in dem sie ein einzigartiges Werk hervorbrachte, endete 1959. Sie starb vierundvierzigjährig verarmt in einem New Yorker Krankenhaus.

„Lady Day at Emerson's Bar & Grill“ zeichnet ein Bild von Leben und Schaffen der einzigartigen Künstlerin Billie Holiday. Über die Ausschnitte aus der spezifischen Biografie hinaus, entsteht ein Eindruck von den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen und Künstlern, die wegen rassistischer Ressentiment außerhalb einer Gesellschaft stehen und dennoch einen vielfältigen Musikstil auf höchstem Niveau entwickelt und in seiner Entwicklung voran getrieben haben -
den Jazz.

Billie erzählt ihre Geschichte im Rahmen eines letzten Traum- Konzertes in der sie von Assoziationen getrieben, in einer Art Rausch durch prägnante, höchst subjektive Lebenserinnerungen treibt. Dabei wird sie begleitet von Rob dem Pianisten und Liebhaber und seiner Band und von Ihrem Alter Ego aus der Kindheit, als sie noch Eleonora hieß.

 
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PRESSE TRAILER

GEFANGENE BESUCHEN
 
Projekt mit ehemaligen Strafgefangenen und Schauspielern im Rahmen des Großprojekts "Kultur der Barmherzigkeit". Künstlerische Gesamtleitung: Barbara Wachendorff
Städtischen Bühnen Münster - Premiere: 28.01.2007
 
 
REGIE: Carola v. Seckendorff
RAUMKONZEPT: Carola v. Seckendorff
FENSTERBILDER: Gefangene der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen
VIDEOINSTALLATION: Jennifer Dull/Carola v. Seckendorff/Sven Stratmann
REGIEASSISTENZ: Jennifer Dull
DRAMATURGIE: Ina Klose
 
MITWIRKENDE: Tina Amon Amonsen
Michaela Brockamp
Helmut Buntjer
Cosimo Fasolino
Wolf Dieter Kabler
Johannes Paul Kindler
Marek Sarnowski
Carola v. Seckendorff
 
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